Fraktion vor Ort: Johannes Kahrs, MdB, im Gespräch mit Niels Annen, MdB

Heute, Mittwoch, 12. Oktober, 19 Uhr im Museum der Arbeit, Wiesendamm 3 in Hamburg

Weltweit sind rund 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist die höchste Zahl seit dem 2. Weltkrieg. Die überwältigende Mehrheit der Flüchtlinge findet in Nachbarländern und -regionen Schutz, knapp 90 Prozent sogar in Entwicklungsländern. Fast 12 Millionen Syrer sind auf der Flucht. Davon sind weniger als 5 Prozent in der EU angekommen (ca. 470.000 Flüchtlinge). Wir dürfen die über 95 Prozent, die noch vor Ort sind, nicht vernachlässigen.

Sie werden sonst weiter in großer Zahl die lebensbedrohliche Überfahrt über das Mittelmeer wagen oder andere gefährliche Wege suchen. In den Hauptaufnahmeländern im Nahen Osten (Türkei, Libanon, Jordanien, Irak) ist die Belastung besonders groß. Im Libanon kommt mittlerweile ein Flüchtling auf fünf Einwohner. Das zeigt, wie wichtig unsere Unterstützung für die Länder der Region ist. Nur so können weitere Fluchtbewegungen reduziert werden.

Im Laufe der gesamten Legislaturperiode wird das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mehr als zwölf Milliarden Euro für die Bekämpfung von strukturellen Fluchtursachen, die Unterstützung von Flüchtlingen und die Stabilisierung der Aufnahmeregionen ausgeben. Regional konzentriert sich das deutsche Engagement vor allem auf die Nachbarländer Syriens, den Jemen, Nord- und Westafrika, die Region am Horn von Afrika, den Südsudan, den Westbalkan und die Ukraine sowie auf Afghanistan und Pakistan.

Die Bundestagsabgeordneten Niels Annen und Johannes Kahrs diskutieren heute im Seminarraum des Museums der Arbeit am Wiesendamm 3 über das Thema der Integration und der Bekämpfung der Fluchtursachen.


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