Zum Gedenken der homosexuellen NS-Opfer besuchte ich am 27. Januar 2013 zusammen mit dem Bürgerschaftsabgeordneten Philipp-Sebastian Kühn und den Hamburger Schwusos die KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel. Anschließend legten wir bei einer Schweigeminute einen Kranz in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme nieder.

Der 27. Januar ist seit 2005 internationaler Gedenktag an die Opfer des Holocaust. In Deutschland wird den Opfern des Nationalsozialismus schon seit 1996 gedacht. Dass den homosexuellen Opfern der NS Zeit im ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme nun eigens eine Gedenkstätte errichtet werden wird, ist lange überfällig.

Platzbecker, Kahrs, Kühn, Wegener (v.l.n.r.)

Zu meiner besonderen Freude hat in den vergangenen Wochen die Hamburgische Bürgerschaft einstimmig beschlossen, die Verfolgung von Homosexuellen auf Basis des Strafrechtsparagraphen 175 auch nach 1945 durch die Hamburger Justiz umfangreich aufzuarbeiten. Der § 175 der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellt und in der NS-Zeit weitergehend verschärft wurde bestand in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert fort. Erst 1994 wurde der § 175 vollständig und endgültig abgeschafft.

Ich hoffe, dass die Aufarbeitung und die geplante Ausstellung dazu beitragen, dass diese Schicksale niemals vergessen werden! So etwas darf sich niemals wiederholen – nie wieder!

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