Zur Verleihung des Preises Soziale Stadt an die Schülerfirma VeddelERleben erklären Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Mitte (SPD), Carola Veit, Bürgerschaftsabgeordnete für Rothenburgsort und Veddel (SPD) und Klaus Lübke, Bezirksabgeordneter von der Veddel (SPD):

Die Verleihung des Preises Soziale Stadt ist ein wichtiges Signal an diejenigen, die sich für ein lebenswertes Wohnumfeld und ein solidarisches Miteinander in ihren Stadtteilen engagieren. Der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband, die Arbeiterwohlfahrt, der vhw Bundesverband Wohnen und Stadtentwicklung, die Schader-Stiftung und der Deutsche Mieterbund lassen den Stadtteilprojekten damit die nötige Anerkennung zukommen. Wir freuen uns, dass die Verbände mit der Preisverleihung gemeinsam auf die Bedeutung des Programms „Soziale Stadt“ für den sozialen Zusammenhalt in Städten aufmerksam machen. Ganz besonders freut es uns, dass einer der Preise an die Schülerfirma VeddelERleben verliehen wurde. VeddelERleben betreibt die ehemalige Polizeisporthalle und hat sie in ein Zentrum für Sport- und Kulturveranstaltungen verwandelt. Die 36 Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg setzen ein leuchtendes Beispiel, dessen Strahlkraft weit über Hamburg hinausgeht, was mit dem Preis bestätigt wurde. Wir gratulieren den Preisträgern von Herzen.

Leider hat Angela Merkels Regierung seit 2009 das Programm „Soziale Stadt“ mehr als halbiert – auf nur noch 40 Millionen Euro. Damit nimmt sie den Initiativen in den Quartieren die finanzielle Basis und riskiert die weitere soziale Spaltung der Städte.

Die SPD will das Programm „Soziale Stadt“ zum Leitprogramm der Städtebauförderung fortentwickeln und verlässlich mit 150 Millionen Euro im Jahr ausstatten. „Soziale Stadt“ muss zum Gemeinschaftsanliegen künftiger Bundesregierungen werden und die Bundesressorts zum gebündelten Mitteleinsatz in sozialen Brennpunkten verpflichten. Denn nur mit fachübergreifenden Strategien, die neben der Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation auch Themen wie Bildung, Arbeit, Integration und gesundheitliche Prävention einbeziehen, können die Lebenschancen in diesen Quartieren verbessert werden. Die Mitwirkung der Bewohner sowie von örtlichen Initiativen, Schulen, Betrieben, Wohnungswirtschaft, Sozialverbänden und Kirchen ist dabei der Schlüssel zum Gelingen – wie der Preis Soziale Stadt zeigt.


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