Der Hamburger Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Johannes Kahrs (SPD) hat sich im Haushaltsausschuss erfolgreich für mehrere kulturelle Projekte in Hamburg eingesetzt. Darunter sind mit der Errichtung des Deutsches Hafenmuseums und mit der Modernisierung des Hamburg Museums zwei ehrgeizige Großprojekte. Mehr als 140 Millionen Euro Bundesmittel fließen demnach nach Hamburg.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in der heutigen Bereinigungssitzung den Haushalt für 2016 beschlossen. Der Kulturetat des Bundes wurde in den parlamentarischen Verhandlungen deutlich aufgestockt, wovon Hamburg mit mehreren Projekten profitiert:

Deutsches Hafenmuseum und die Viermastbark „Peking“

Insgesamt 120 Millionen Euro stellt der Bund für die Errichtung eines Deutschen Hafenmuseums in Hamburg sowie für die Überführung und Sanierung der Viermast-Stahlbark „Peking“ zur Verfügung, die als Museumsschiff im Hafen von New York vor Anker liegt. Die „Peking“ gehörte zu den berühmten Flying P-Linern der Hamburger Reederei F. Laeisz und ist 1911 bei Blohm + Voss vom Stapel gelaufen. Ihre Rückführung im Kontext eines neuen repräsentativen Hafenmuseums bietet die Möglichkeit, die Sammlung der Historischen Museen Hamburg um ein weiteres Wahrzeichen zu ergänzen.

Mit der Errichtung des Deutschen Hafenmuseums kann ein schon seit Langem häufig und intensiv bewegtes Projekt Wirklichkeit werden, das der Stadt Hamburg einen spektakulären Ort für ihre bedeutende Wirtschafts- und Kulturgeschichte ermöglicht. Da das Museum in unmittelbarer Nähe der Olympischen Spiele 2024 stehen soll, werden alle entsprechenden Anforderungen, die dadurch entstehen können, berücksichtigt. Bei der Bewilligung der 120 Millionen Euro für dieses einmalige Projekt handelt sich um eine hundertprozentige Finanzierung durch den Bundeshaushalt. Die zukünftigen Betriebskosten des neuen Hafenmuseums werden nach Fertigstellung von der Freien und Hansestadt Hamburg getragen.

Hamburg Museum

Mit der heutigen Entscheidung für die grundlegende Erneuerung des Hamburg Museums stehen hierfür 18 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung. Weitere 18 Millionen Euro Unterstützung wurden dafür von der Freien und Hansestadt Hamburg in Aussicht gestellt, so dass insgesamt 36 Millionen Euro für die bauliche und konzeptuelle Modernisierung des größten stadthistorischen Museums Deutschlands verwendet werden können.

Das 1908 als Museum für Hamburgische Geschichte gegründete und zwischen 1914 und 1922 von Fritz Schumacher erbaute Hamburg Museum präsentiert die stadt- und kulturhistorische Entwicklung der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um 800 bis zur Gegenwart und ist eines der größten stadthistorischen Museen Europas. Damit das traditionsreiche Haus mit seiner einzigartigen Sammlung seine Rolle als wichtiger, moderner und zukunftsweisender Gedächtnisort der Hamburger Geschichte mit ihren nationalen und internationalen Bezügen auch zukünftig wahrnehmen kann, wurden bereits bauliche und konzeptuelle Modernisierungsmaßnahmen geplant, deren Finanzierung dank der heutigen Entscheidung gesichert ist.

Kleines Teehaus Wallanlagen und Thalia-Theater
Des Weiteren erhält das Kleine Teehaus Wallanlagen samt Seeterassen, Bassin und Erschließungsstegen insgesamt 2,9 Millionen Euro für die notwendige grundlegende Sanierung. Das Thalia Theater erhält im Rahmen einer Projektförderung vom Bund 850.000 Euro.


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