Johannes Kahrs, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in den USA, Anträge von Bundesstaaten zum Verbot der Homo-Ehe nicht mehr anzunehmen:

Mit einem Schlag ist durch die Entscheidung des Supreme Courts in 24 US-Bundesstaaten die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet, in Kürze wird dies wohl in 35 von 50 Staaten der USA der Fall sein. Der Mehrheit der homosexuellen Bevölkerung in den USA geht es damit inzwischen besser, als hierzulande. Deutschland fällt in Sachen Gleichstellung immer weiter zurück.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinen Urteilsbegründungen zum Adoptionsrecht und zum Ehegattensplitting mehrfach darauf hingewiesen, dass juristisch kein Unterschied zwischen eingetragener Partnerschaft und Ehe zu machen ist. Eine Mehrheit der Deutschen ist laut Umfragen für eine volle Gleichstellung. Alle Parteien im Bundestag, bis auf die Unions-Fraktion, sind für die Öffnung der Ehe. Es wird Zeit, dass die Union ihren Widerstand aufgibt. Frau Merkel, überwinden Sie Ihr Bauchgefühl und seien Sie auch die Kanzlerin aller lesbischen und schwulen Deutschen. Ihr Koalitionspartner wird sie aus vollem Herzen unterstützen!


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