Johannes Kahrs, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen:

Gerne schließe ich mich der Forderung einer vom LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) mit-initiierten Petition an, das diskriminierende Blutspendeverbot für homo- und bisexuelle Männer aufzuheben.

Aufgrund heute verfügbarer und zwingend angewendeter Testverfahren jeder einzelnen Spende ist es, auch im Hinblick auf die Versorgungssicherheit mit ausreichend Blut, nicht vermittelbar, warum ein Bevölkerungsteil von der Spende ausgeschlossen ist.

Andere Staaten sind bereits weiter: In Australien, Großbritannien und Schweden wurde das Verbot durch eine zeitliche Rückstellung aufgehoben. In Spanien und Polen wird das Blut bi- und homosexueller Männer gar nicht mehr von dem Anderer unterschieden. Die Bundesärztekammer ist aufgefordert, ihre Richtlinien zu überarbeiten.


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