Die Ministerpräsidentin des Saarlandes Frau Kramp-Karrenbauer setzt in einem Interview die Eheöffnung für Homosexuelle in eine Reihe mit Inzucht und Vielehe. Dazu erklärt Johannes Kahrs, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen:

Noch am Wochenende äußerte das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn, die Debatte zur Öffnung der Ehe dürfe auch von der CDU nicht verletzend geführt werden. Die gestern bekannt gewordenen Aussagen seiner Präsidiumskollegin und saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zeugen nicht nur von mangelndem Eherechtsverständnis sondern beleidigen das Selbstverständnis lesbischer und schwuler Paare aufs Übelste.

Wer angesichts der gebotenen Öffnung der Ehe vor Inzucht und Vielehe warnt, begibt sich in zutiefst homophobe und menschenfeindliche Fahrwasser und verlässt den politisch statthaften Diskurs. Ich fordere Frau Kramp-Karrenbauer auf, ihre Aussagen zurückzunehmen und sich bei den Bürgern und Bürgerinnen des Landes zu entschuldigen.


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