Anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Die gemeinschaftliche Adoption durch eingetragene Lebenspartner_innen: Die Sukzessivadoption reicht nicht!” der Friedrich-Ebert-Stiftung erklärt Johannes Kahrs, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen:

Man möchte nicht in der Haut derjenigen stecken, die versuchen mit Plattitüden über Keimzellen, Fortbestand und immer wieder das Kindeswohl Stimmung gegen eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare zu machen. Gerichtsurteile, Umfragen und wissenschaftliche Studien zerlegen die Argumente dieser vermeintlich konservativen Besitzstandwahrer regelmäßig.

So nun auch im Fall der gemeinschaftlichen Adoption: Prof. Dr. Nina Dethloff von der Universität Bonn weist in einer gestern veröffentlichten Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eindeutig nach, dass die jetzige Regelung der Sukzessivadoption (ein Partner adoptiert, dann adoptiert der andere) nicht nur gegen das Gleichbehandlungsgebot aus Artikel 3 GG verstößt, zudem für irrwitzigen doppelten Verwaltungsaufwand sorgt, sondern sich auch negativ auf das Kindeswohl auswirkt.

In der Studie heißt es schließend: „Die Ungleichbehandlung von Kindern und Lebenspartner_innen im Adoptionsrecht ließe sich am einfachsten beseitigen, indem der Gesetzgeber die Ehe für Partner_innen desselben Geschlechts öffnen würde.” Die SPD fühlt sich in ihrer Forderung nach einer Öffnung der Ehe abermals bestätigt. Schluss mit dem Flickenteppich! Her mit 100% Gleichstellung!

Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung finden Sie hier.


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