Mit insgesamt 5,7 Millionen Euro wird das Bürgerhaus Wilhelmsburg in seiner Funktion als Begegnungs- und Veranstaltungsort nicht nur erhalten, sondern umfassend modernisiert und barrierefrei ausgebaut.

Die Verlegung der B4 schafft neue Möglichkeiten der Stadtentwicklung. Das Bürgerhaus soll dabei für bestehende und neue Bewohner der Elbinsel ein kultureller Ankerpunkt bleiben. Es ist bisher schon Magnet für vielfältige kulturelle und soziale Aktivitäten und hat auch zukünftig die Aufgabe, Brücken zu schlagen und ein aktives Gemeinwesen mit zu entwickeln.

Johannes Kahrs, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Hamburg-Mitte und haushaltspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion:

„Das Bürgerhaus spielt nicht nur für den Stadtteil, sondern weit darüber hinaus eine wichtige Rolle. Es ist ein Ort für alle, ein Ort für Demokratie. Mit der Förderung durch den Bund machen wir möglich, dass es in die städtebauliche Entwicklung des ganzen Gebietes gut eingebunden wird und für alle zugänglich ist.“

Der Eingang wird durch einen Vorbau neugestaltet und die Klinkerfassade saniert. Foyer, Küche und Gebäudetechnik werden modernisiert und das Außengelände hergerichtet. Damit der Veranstaltungsort barrierefrei erreichbar ist, werden die Zuwegungen erneuert und Veranstaltungstechnik wie eine Tonanlage für hörgeschädigte Nutzer und Bildschirme eingerichtet.

Dafür stehen nun 3,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm ‚Nationale Projekte des Städtebaus’ zur Verfügung; der Bezirk Hamburg-Mitte beteiligt sich darüber hinaus mit der Hälfte dieser Summe. Kahrs: „Dass wir diesen Antrag durchsetzen konnten, ist Ergebnis einer vortrefflichen Zusammenarbeit mit Bezirksamtsleiter Falko Drossmann und dem Team des Bürgerhauses Wilhelmsburg. Allen Beteiligten vielen Dank dafür!“

Die Baumaßnahmen sind von Anfang 2018 bis Herbst 2020 geplant.

Hintergrund: Das 1985 in Betrieb genommene Backstein-Gebäude wurde im selben Jahr als „Bauwerk des Jahres“ ausgezeichnet. Beginnend mit der IBA 2006 fand und findet auf den Elbinseln eine Stadtentwicklung im Zeitraffer statt. Die Einbeziehung des Bürgerhauses in die Planungen setzt auch überregional Akzente: Für organische Entwicklung von Stadtteilen ohne Verdrängung des Bestehenden, für die Stärkung partizipativer, interkultureller und barrierearmer Angebote sowie für die weitere Aufwertung der Elbinsel.  Das Bundesprogramm ‚Nationale Projekte des Städtebaus’ kommt aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt und Bau. Im vergangenen Jahr waren Mittel für Projekte in Eidelstedt eingeworben worden.


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