Nach dem überwältigenden Ergebnis der Volksabstimmung zur Ehe für alle in Irland, entbrennt auch in Deutschland die Diskussion über die Öffnung der Ehe für Homosexuelle neu. Dazu erklärt Johannes Kahrs, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen:

Das katholische Spanien, die liberal-konservative Regierung in Großbritannien und nun sogar das Volk von Irland, das zu 84 Prozent katholischen Glaubens ist: Die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ist in westlichen, demokratischen Ländern gesellschaftlicher Mehrheitswille. Auch in Deutschland.

Wir haben mit den Unionsparteien im Koalitionsvertrag vereinbart, nicht mit wechselnden Mehrheiten abzustimmen. Es bedarf also einer Freigabe der Entscheidung über eine Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule im Parlament. Die Abstimmung über das Recht, eine Ehe eingehen zu können, ist eine Gewissensentscheidung über ein Grundrecht. Wenn sogar ein erzkonservatives Staatsoberhaupt wie die Queen in Großbritannien das Ergebnis einer solchen Entscheidung laut Meldungen „mit Freude” unterzeichnet, sollte es auch für die Kanzlerin aller Deutschen möglich sein, hier über ihren Schatten zu springen.


Frau Merkel, geben sie die Abstimmung frei! Lassen sie uns das Thema gemeinsam und ein für alle Mal abräumen!


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