US-Außenminister John Kerry ernannte den Diplomaten Randy Berry zum Sonderbotschafter für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen. Dazu erklärt Johannes Kahrs, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen:

Mit eindrücklichen Worten stellte John Kerry einen Sonderbotschafter für LGTB-Rechte in Washington vor: Die Verteidigung und Verbreitung der Menschenrechte von LGBT-Personen sei der Kern der Verpflichtung der USA, Menschenrechte weltweit voranzutreiben. Es sei das Herz und Gewissen der US-Diplomatie.

Die USA machen damit einmal mehr und deutlich wie nie klar, dass LGBT-Rechte nicht nur im eigenen Land höchste Priorität genießen, sondern auch Mittelpunkt der Außenpolitik werden. Die Berufung eines Arabisch sprechenden, schwulen Diplomaten für eine solche offensive LGBT-Außenpolitik ist ein Meilenstein im politischen Kampf um Gleichberechtigung.

Man erinnere sich nur daran, dass die Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Fraktion Erika Steinbach zu Problemen von queeren Menschen in Verfolgerländern eisern schweigt, sich dafür aber gerne und immer wieder mit an Homophobie grenzenden Kommentaren zu den Bemühungen um eine vollständige Gleichstellung hierzulande zu Wort meldet. Auch vom Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe Gerd Müller (CSU) ist bezüglich LGBT-Verfolgung in afrikanischen Staaten herzlich wenig zu vernehmen. Fast wünscht man sich die Zeiten von Dirk Niebel zurück, der immerhin einige Maßnahmen gegen homophobe Gesetzgebungen in solchen Ländern in die Wege leitete!


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