Seit Anfang diesen Monats hat sich an der Fuhlsbüttler Straße ein Laden angesiedelt, der das Modelabel „Thor Steinar“ vertreibt. Es gilt als identitätsstiftendes Erkennungszeichen unter Rechtsextremen.

Am Dienstag hatte der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg-Hohenfelde einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der sich die Vertreter parteiübergreifend  gegen einen rechten Treffpunkt im Stadtteil positionieren.

Johannes Kahrs, direkt gewählter SPD-Bundestagsabgeordneter, unterstützt die Barmbekerinnen und Barmbeker in ihrem Engagement gegen Rechts:

„Keiner braucht hier einen Nazi-Laden und rechtes Gesindel! In Barmbek und ganz Hamburg ist kein Platz für Rechtsradikale. Unsere Stadt ist weltoffen und bunt. Als Demokraten wehren wir uns gegen alle, die unser Zusammenleben zerstören wollen und Hass säen. “

Das Geschäft mit rechter Mode als Anziehungspunkt für Rassisten und Nazis hat Tradition: Schon 2005 und 2011 hatten solche Läden in St. Pauli und Glinde eröffnet, gegen die sich Johannes Kahrs ausgesprochen und sich die Bürger erfolgreich zur Wehr gesetzt hatten.

Die Resolution des Regionalausschusses fordert eine schnellstmögliche Schließung des Ladens und fordert Bezirksverwaltung und Polizei auf, alles dafür Notwendige und Mögliche zu unternehmen. Den Barmbekerinnen und Barmbekern stärkt die Politik für ihr Engagement gegen den Laden den Rücken. Sie werden aufgerufen, dabei nicht nachzulassen.

Hinter der „Nordic Company“, die in der Fuhlsbüttler Straße 257 am 3. März 2017 einen Laden eröffnet hat, verbirgt sich das Modelabel „Thor Steinar“. Auf nahezu allen Kleidungsstücken tauchen typische Runensymbole oder positive Bezüge zur deutschen Kolonialgeschichte sowie zum Nationalsozialismus auf. Läden wie die Filiale in Barmbek-Nord stellen einen Bezugspunkt für die rechte und neonazistische Szene dar. Am 11. und am 18. März fanden in Barmbek Demonstrationen gegen den Laden mit jeweils mehreren Hundert Teilnehmenden statt. Es wurden Infostände und Flugblattverteilungen organisiert. Weitere Aktionen sind angekündigt.


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