Auf der Bundeskonferenz am 22. November 2014 wurde Hans Saalfeld für das höchste Ehrenamt des Reichsbanners, dem Ehrenvorsitzenden, vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Die feierliche Überreichung der Urkunde fand vor einigen Tagen im privaten Rahmen statt. Seine Wahl zum Ehrenvorsitzenden spiegelt die hohe Anerkennung Hans Saalfelds und seiner Familie nicht nur für das hamburgische Reichsbanner sondern für den gesamten Verband wider.

So führte der hessische Landesvorsitzende Florian Kaiser auf der Bundeskonferenz dazu aus: „Hans Saalfelds Wahl zum Ehrenvorsitzenden ist seinem persönlichen Verdienst um das Reichsbanner angemessen und soll auch als eine Würdigung für die ganze Familie Saalfeld verstanden werden, die diesen Verein über Generationen begleitet und entscheidend geprägt hat“.

Der Landesverband Hamburg würdigte kürzlich mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Hans Saalfeld ebenso das jahrzehntelange und verdienstvolle Engagement eines aufrechten Demokraten und Mitglieds des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, der seit der ersten Stunde nach dem Krieg aktiv im politischen und öffentlichen Leben Hamburgs steht.

Hans Saalfeld, geboren am 3. Juli 1928 in Hamburg, ehemaliger Bürgerschaftsabgeordneter, Bürgerschaftsvizepräsident und DGB-Vorsitzender in Hamburg, entstammt einer in der Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbewegung fest verankerten Arbeiterfamilie, die in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft schweren politischen Verfolgungen ausgesetzt war. Die Zeit der Weimarer Republik, mit ihren politischen Wirren und teils bürgerkriegsähnlichen Zuständen, in denen die Schlägertrupps der Nazis und Kommunisten die Republikaner bekämpften, prägte Hans Saalfelds Leben.

Sein Vater, Herrmann Saalfeld, war neben seiner Mitgliedschaft in der SPD und Gewerkschaft, von Anbeginn auch Mitglied des Reichsbanners und ab 1930 u.a. Führer des 1. Zuges der Schutzformation 17 in Rothenburgsort. Er sagte: „Man kann den Nationalsozialismus nicht nur mit Wort und Schrift bekämpfen, man muss ihn auch dort bekämpfen wo er besonders stark ist, auf der Straße!“


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