Diese Woche behandeln wir abschließend den Gesetzentwurf zur doppelten Staatsbürgerschaft.

Ein wichtiges Anliegen der SPD: Junge Menschen mit ausländischen Eltern, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, sollen künftig nicht mehr gezwungen sein, sich für eine Staatsangehörigkeit entscheiden zu müssen. Dies ist ein zentrales Element der geplanten Modernisierung des Staatsbürgerschaftsrechts. Wir wollen damit erreichen, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich in unserem Land ebenso willkommen und beheimatet fühlen wie alle anderen auch, ohne dass sie ihre Wurzeln aufgeben müssen.

Voraussetzung hierfür soll sein, dass Kinder ausländischer Eltern bis zu ihrem 21. Geburtstag mindestens acht Jahre in Deutschland gelebt haben oder sechs Jahre hier zur Schule oder zur Berufsschule gegangen sind. Auch wer eine deutsche Schule im Ausland besucht hat, kann die doppelte Staatsbürgerschaft behalten. Als Nachweis soll ein Schulzeugnis oder der Nachweis über eine Ausbildung reichen. Damit wurde eine unbürokratische Lösung gefunden und ein wichtiger Schritt zu einem modernen Staatsbürgerschaftsrecht getan. Die veränderte Realität unserer Gesellschaft zwingt uns dazu dieses Thema anzugehen. Wir müssen denen, die hier in Deutschland aufwachsen, die unsere Kindergärten besuchen und unsere Schulbildung genießen auch klar machen, dass sie hier willkommen sind. Dieses Potential darf unsere Gesellschaft nicht ausschließen, nur weil ihre Eltern in einem anderen Land geboren sind. Wir brauchen diese Bürger an unseren Universitäten und in unseren Betrieben.


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