Von Jana Werner

“Stolz wie Bolle, dass wir die ‘Peking’ zurückholen”

Derzeit wird die stolze Viermastbark in New York für die Rückkehr nach Hamburg transportfähig gemacht. Die “Väter” dieses Erfolgs fordern unterdessen mehr Personal für den Denkmalschutz.

Die Heimreise der stolzen “Peking” über den Atlantik rückt näher. Die noch in New York liegende Viermast-Stahlbark wird in diesen Tagen in eine Werft gebracht und für den Transport vorbereitet, wie die Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) im Gespräch mit der “Welt” erklärten. Ende vergangenen Jahres hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages auf Initiative der beiden Politiker 120 Millionen Euro für den Bau eines Deutschen Hafenmuseums in der Hansestadt bewilligt. Darin enthalten sind auch 26 Millionen Euro für die Rückholaktion und Restaurierung der “Peking”. Der Frachter gilt schon jetzt als das emotionale Wahrzeichen des Hafenmuseums.

Das Segelschiff und die Stadt sind eng miteinander verbunden. Der Viermaster wurde bis 1911 in der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaut und war Teil der legendären Flying-P-Liner der Reederei F. Laeisz. Die robusten Windjammer waren Anfang des 20. Jahrhunderts die technisch modernsten Segelschiffe auf den Weltmeeren. Die “Peking” wurde als Frachtschiff für den Salpeterhandel mit Chile eingesetzt und schaffte es in etwas mehr als 70 Tagen von Hamburg bis Valparaiso. Seit 1975 liegt das Segelschiff vor dem Financial District in Manhattan vor Anker. Vor vier Jahren gab das Hafenmuseum am Hudson River bekannt, keinen Platz mehr für die mittlerweile marode Viermastbark zu haben.

“Ich bin stolz wie Bolle darauf, dass wir die ‘Peking’ zurückholen. Andernfalls wäre sie in der Schrottpresse gelandet”, sagte Kahrs.

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