MdB trifft THW

30. September 2016 | Kommentar schreiben!


Was ist der mobile Hochwasserpegel? Wie erkenne ich, ob Trinkwasser keimbelastet ist? Das und vieles mehr wissen seit Dienstag 340 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Bei „MdB trifft THW“ stellten Ehrenamtliche aus ganz Deutschland den Abgeordneten aus ihrer Region an neun interaktiven Ständen in Berlin ihre „blaue Welt“ vor.

Prominent präsentierte sich das THW in einem Veranstaltungszelt vor dem Paul-Löbe-Haus zwischen Bundeskanzleramt und Reichstag. Im Inneren konnten die Mitglieder des Deutschen Bundestages (MdB) beispielsweise ein mobiles Labor der Ehrenamtlichen aus dem THW-Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland besuchen. Zwei Helfer der Fachgruppe Trinkwasserversorgung zeigten dort den interessierten MdB, wie verschmutztes Wasser auf seinen Härtegrad oder auf eine Keimbelastung untersucht wird – und das auf farbenfrohe Weise: Zunächst färbte Joscha Gerbig vom Ortsverband Rüsselheim das zu untersuchende Wasser mit einem Indikator rot. Anschließend träufelte er so lange Salzsäure in die Flüssigkeit, bis diese sich grün färbte. „An der Skala auf der Pipette der Salzsäure kann ich dann ganz einfach die Wasserhärte ablesen“, erklärte er.

Um Wasser ging es auch am Stand der THW-Leitung. Dort informierten sich die Politikerinnen und Politiker über den mobilen Hochwasserpegel – eine Innovation aus dem THW-Ehrenamt. „Es ist ganz egal, wo ich mich befinde, mit dem mobilen Hochwasserpegel kann ich den Wasserstand aus der Ferne kontrollieren“, stellte Michael Ruppert aus dem Ortsverband Lahnstein eine Besonderheit des Messgerätes heraus. Für die Veranstaltung hatte er das Gegenstück des Pegels in seinem gut 600 Kilometer entfernten heimischen Gartenteich positioniert. Den MdB konnte er so die Funktion des Gerätes veranschaulichen.

Kräftig mit anpacken konnten die Bundestagsabgeordneten am Stand des Landesverbandes Sachsen, Thüringen. Mit vollem Körpereinsatz zimmerte etwa Bundestagspräsident Norbert Lammert unter Anleitung der Ehrenamtlichen des Ortsverbandes Dippoldiswalde ein Spielhaus aus Holz zusammen. Dabei bekamen die Politikerinnen und Politiker nicht nur einen Eindruck von der Arbeit mit Holz – einer Grundkompetenz einer jeden THW-Kraft. Sie erhielten auch eine Vorstellung davon, wie Ausbildung im THW funktioniert, indem sie praktische Tipps und Tricks der Ehrenamtlichen direkt umsetzen konnten. Nach kurzer Zeit hatten die MdBs in Teamarbeit das Haus fertig gestellt. Unter Schirmherrschaft der Abgeordneten Susann Rüthrich soll das fertige Haus nun an den Verein „Freizeitinsel Riesa“ übergeben werden, der sich für Kinder und Jugendliche einsetzt.

An zwei weiteren Stationen stellten die THW-Helferinnen und -Helfer Einsätze in Deutschland vor. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen zeigte, wie das THW während der Unwetterereignisse im Sommer 2016 Brücken baute, und ließ die Politikerinnen und Politiker selbst eine kleine Brücke aus Holz bauen. Auf welche Weise das THW Flüchtlingen Hilfe leistet, vermittelte der Landesverband Bayern. Umgekehrt engagieren sich aber auch Flüchtlinge im THW. Darüber informierte der Landesverband Bremen, Niedersachsen. „Ein THW für alle – die THW-Familie“ war das Motto des Standes, den der Landesverband Baden-Württemberg präsentierte. Hier zeigten die Helferinnen und Helfer, dass sich jeder ab einem Alter von sechs Jahren im THW engagieren kann. Die internationalen Partnerschaften des THW im Bevölkerungsschutz standen am Stand des Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt im Mittelpunkt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Bundestagspräsident Norbert Lammert im Beisein von THW-Präsident Albrecht Broemme, dem Präsidenten der THW-Bundesvereinigung Stephan Mayer (MdB) sowie THW-Bundessprecher Frank Schulze.

Bevor die THWlerinnen und THWler die MdBs ihre Geräte, Fahrzeuge und Projekte erleben ließen, hatten sich die Ehren- und Hauptamtlichen im Allianz Forum unter dem Motto „Voran in die Zukunft“ über künftige Herausforderungen im Bevölkerungsschutz ausgetauscht. Hier betonten THW-Präsident Albrecht Broemme und THW-Bundessprecher Frank Schulze die Bedeutung des Ehrenamtes und bedankten sich dafür, dass die Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer immer mehr Anerkennung in Gesellschaft und Politik findet.

Mehr zum Thema MdB trifft THW und weitere Informationen zum THW generell finden Sie hier


Der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs und der Bürgerschaftsabgeordnete Markus Schreiber laden zu einer Diskussionsveranstaltung am 01. Oktober in den Weindealer St. Georg ein. Gemeinsam möchten sie über offene Fragen zu günstigem Wohnraum für Auszubildende in Hamburg diskutieren und mit Bürgerinnen und Bürgern Antworten finden. Können sich Azubis überhaupt noch eine Wohnung in Hamburg leisten? Was leistet die Stadt und was leistet der Bund in diesem Zusammenhang?

DISKUSSION: GÜNSTIGER WOHNRAUM – IST HAMBURG NOCH INTERESSANT FÜR AZUBIS?

mit Markus Schreiber, MdHB und Johannes Kahrs, MdB

Samstag, 01. Oktober 2016 | 18.00 Uhr im Weindealer St. Georg Spadenteich 8 | U Hauptbahnhof


Politik muss anschaulich sein, damit sie verstanden wird. Deshalb organisiere ich jedes Jahr mehr als 80 politische Tagesfahrten und fahre mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulklassen, Unternehmen und Vereinen nach Berlin. Dort stelle ich meine Arbeit als Abgeordneter vor und zeige den Deutschen Bundestag. Pünktlich um 7 Uhr beginnen die Fahrten am Hamburger Hauptbahnhof. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Stolpe geht es direkt in die Hauptstadt. In Berlin angekommen, führt die Stadtrundfahrt entlang an vielen Sehenswürdigkeiten – vom Alexanderplatz über die Museumsinsel und den Gendarmenmarkt bis zum Reichstag.

Im Anschluss gebe ich meinen Gästen bei einem Rundgang durch die Parlamentsgebäude einen Einblick in die Funktions- und Arbeitsweise des Bundestages, um danach noch eine Stunde über die aktuellen politischen Themen zu diskutieren. Dabei gibt es auch immer die Möglichkeit zu einem persönlichen Schnack am Rande. Ein Besuch der Reichstagskuppel mit der Aussicht auf Berlin rundet das Programm ab. Danach stehen vier Stunden zum individuellen Erkunden der Hauptstadt zur Verfügung, bevor es dann wieder zurück nach Hamburg geht. Neben diesen Tagesfahrten ermögliche ich auch gern Schülern auf Klassenfahrt in Berlin einen Besuch im Deutschen Bundestag. Ich bin wirklich sehr glücklich über die vielen freundlichen Rückmeldungen von Teilnehmern, die mich über die Jahre erreicht haben.

Die nächsten Tagesfahrten finden am 01. Oktober, 22. Oktober, 05. November, 19. November und 17. Dezember statt. Melden Sie sich jetzt in meinem Büro an! Ich freue mich auf Sie.


Tonight I feel blue – Blaue Nacht des THW

Das Technische Hilfswerk feiert an diesem Samstag, den 24. September 2016, zum zweiten Mal die Blaue Nacht des THW in der Fischauktionshalle in Hamburg-Altona. Unter dem Motto „Zeit, Danke zu sagen!“ hat die THW-Landeshelfervereinigung Hamburg zu der Abendveranstaltung eingeladen. Dank gebührt den rund 1.200 Gästen, die sich in den vergangenen Jahren als Helferinnen und Helfer, Partner oder Förderer um das Technische Hilfswerk verdient gemacht haben.

Neben dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und dem Innensenator Andy Grote nutzen auch der THW-Präsident Albrecht Broemme sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete und gleichzeitig 1. Vorsitzende der THW-Landeshelfervereinigung Hamburg Johannes Kahrs die Gelegenheit, um zu den Gästen zu sprechen. „Die Blaue Nacht bietet die Chance, sich für das geleistete Engagement während der intensiven Einsätze, insbesondere der letzten zwei Jahre, zu bedanken“, so Johannes Kahrs. Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk war im letzten Jahr stark bei der Erstunterbringung von Geflüchteten in Hamburg eingebunden. „Wir freuen uns zudem, mit der Blauen Nacht den Austausch zu ermöglichen und die Kontakte zu stärken“, erklärt Kahrs.

Die musikalische Abendbegleitung übernimmt das Hamburger Polizeiorchester. Für die Programmkrönung sorgt schließlich ein Hamburger Original: Lotto King Karl & Die 3 Richtigen.

Die Blaue Nacht des THW ist eine Veranstaltung der THW-Landeshelfervereinigung Hamburg, die mit der Unterstützung zahlreicher Partner umgesetzt wird. Die Landeshelfervereinigung fördert besonders die technische Hilfe im Zivil- und Katastrophenschutz und die Jugendhilfe.

Mit einem Tag Verzögerung konnte die Viermastbark PEKING am Mittwoch, den 7. September ohne Komplikationen von ihrem langjährigen Liegeplatz am South Street Seaport Museum, Pier 16 in Manhattan, New York, zur Werft Caddell Dry Dock & Repair Co., Inc. geschleppt werden.

Um 8:00 Uhr Ortszeit fanden sich unter den Augen vieler Schaulustiger und Pressevertreter drei Schlepper bei der Viermastbark ein. Zwei kleinere Schlepper machten auf Backboard fest, um die PEKING anzuschieben. „Bei den an der Pier zurückgebliebenen kam erkennbare Wehmut auf, denn 42 Jahre lang hatte die PEKING zum Stadtbild gehört und ihren Liegeplatz nicht verlassen, das war nun unwiederbringlich vorbei“, schildert Joachim Kaiser, Vorstand der Stiftung Hamburg Maritim und Projektleiter für die Restaurierung der PEKING, der die Verholung vor Ort begleitete. Ein größerer Schlepper fuhr zur Begleitung mit und half dabei den Kurs zu halten. Mit Ebbe und Rückenwind überführte der Verband die PEKING in einem circa dreistündigen Manöver zur zehn Kilometer entfernten Werft Caddell Dry Dock & Repair Co, auf Staten Island. „Mit der PEKING kann sich Hamburg auf ein echtes Prachtexemplar freuen – meinen Glückwunsch.“, beteuerte Jonathan Boulware, CEO des South Street Seaport Museum.

Die ursprünglich für Dienstag, 6. September angekündigte Verholung konnte wegen einer Wetterwarnung nicht stattfinden – südlich von New York City hatte ein tropischer Wirbelsturm getobt.

Die Werft Caddell führt die Vorbereitungen für den späteren Seetransport der PEKING durch. Das Rigg wird teilweise demontiert und das Inventar seefest gelascht. Wegen der Gefahr von Winterstürmen und starkem Seegang auf dem Atlantik ist der Transport nach Europa in einem Dockschiff erst für Frühjahr 2017 vorgesehen.

Die 1911 von Blohm + Voss in Hamburg erbaute PEKING war einer der legendären „Flying-P-Liner“ der Reederei Ferdinand Laeisz und ist unter deren Flagge 34-mal um das Kap Horn gesegelt. Seit 1932 war sie als stationäres Schulschiff mit Namen ARETHUSA im Medway an der englischen Ostküste als schwimmendes Internat in Betrieb und wurde 1975 nach New York verkauft.

Die Restaurierungsarbeiten wurden ermöglicht durch eine Förderung der Bundesrepublik Deutschland/Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in Höhe von bis zu 26 Mio. Euro.

Die Stiftung Hamburg Maritim bedankt sich besonders bei den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) für ihre erfolgreiche Initiative, die den Erwerb der PEKING erst ermöglichte.

Die alte Viermastbark “Peking” in New York soll zurück nach Hamburg. In einer Werft auf Staten Island muss sie allerdings für den Transport erstmal flottgemacht werden.

So kommt die Peking nach Staten Island

Aus dem Hamburg Journal vom 08.09.2016, Bild von Uli Patzwahl